Homöopathie

Letzte Änderung:

Mittwoch, 31. Mai 2017

 

Hahnemann

Was ist Homöopathie?

Homöopathie wird oft fälschlicherweise mit anderen Begriffen in einen Topf geworfen: So mit den Begriffen Naturheilverfahren, Heilpraktiker, Pflanzenheilkunde und vielen mehr. Tatsächlich ist die Homöopathie ein Verfahren, welches zu den Naturheilverfahren zählt aber eine Unterkategorie davon ist. Heilpraktiker sind keine Ärzte, sondern durchlaufen eine wesentlich kürzere und unwissenschaftlichere Ausbildung.

Die Homöopathie wurde vor über 200 Jahren von Samuel Hahnemann erfunden und untersucht und beruht auf 3 Säulen:

1. Auf dem Simile Prinzip, d.h. bei der Prüfung von Arzneimitteln treten Symptome auf und beim Simileprinzip versucht der Behandler für den Patienten ein Mittel zu finden, welches möglichst viele Ähnlichkeiten aufweist wie der Patient selbst.
2. Arzneimittelprüfungen: Diese sind erforderlich, um an Testpersonen, die das Arzneimittel erhalten, Symptome hervorzurufen, die gesammelt und katalogisiert werden um damit das ähnlichste Mittel für den Patienten zu finden. Verwendet werden Arzneimittel aus Mineralien, Pflanzen, Tieren, aber auch z.B. Sonnenlicht, Röntgenstrahlen und vieles anderes.
3. Die Potenzierung von Arzneimitteln: Hahnemann erkannte aufgrund der damals üblichen Medizin in Europa, daß viele eingesetzte Methoden erhebliche Nebenwirkungen erzeugten. Er untersuchte daher die Wirkung von speziell zubereiteten Arzneimitteln, die zwar noch eine Heilwirkung haben, aber keine toxische Wirkung mehr im Körper haben. Die Arzneimittel werden schrittweise verdünnt und dann potenziert, welches erst die nicht chemische  Wirkung der Arzneimittel möglich macht.

Ablauf einer homöopathische Behandlung:

Bei einer homöopathischen Behandlung erfolgt zunächst eine mehr oder weniger intensive Befragung und Untersuchung des Patienten. Die Länge hängt auch von der Erkrankung (akut oder chronisch) ab und von der vom Arzt eingesetzten Methode (es gibt innerhalb der klassischen Homöopathie wieder unterschiedliche Spezialisierungen, wie die Kentsche Methode, die Bönninghausen Methode, die Sankaran Methode und andere.
Um die Befragung zu verkürzen, werden verschiedene Fragebogen eingesetzt, wobei eine genaue und detaillierte Beantwortung sehr wichtig für den Erfolg der eingesetzten Methode ist. Ohne die Besonderheiten des Patienten genau zu kennen, kann unmöglich das möglichst ähnliche Arzneimittel gefunden werden und damit eine Heilung im Körper erreicht werden.

Nachdem der Arzt alle Informationen beisammen hat beginnt er diese auszuwerten. Dies geschieht in der Regel nicht sofort im Beisein des Patienten, sondern erfordert einigen Aufwand an Zeit und Einsatz verschiedener Softwareprogramme und Bücher. Daher erhält der Patient einen neuen Termin für die Behandlung, ggfs. werden auch noch gezielte Nachfragen des Arztes erforderlich.

Bei der ersten Behandlung erhält der Patient in der Regel einige Globuli oder ein Rezept  und eine Einnahmeempfehlung. Dabei ist es wichtig das homöopathische Mittel möglichst zwischen 2 Mahlzeiten einzunehmen, da die Mittel mit Nahrungsmitteln (z.B. Kaffee, Tee, Alkohol, Pfefferminze u.v.m.) und anderen Substanzen (z.B. Zahncreme) Wechselwirkungen entwickeln können.

Sie sollten aufmerksam beobachten, ob es ihnen nach anfänglicher Besserung wieder schlechter geht, die Beschwerden sich verändern oder neue Beschwerden auftreten. Am besten machen Sie stets Notizen um dies bei der Arztvisite nicht zu vergessen. Auch hiervon ist der Heilungserfolg abhängig

Der übliche Wiedervorstellungszeitraum sind 4 Wochen. dies ist erforderlich, da es sich um eine Reaktionstherapie handelt, d.h. der Körper bekommt eine Information und diese muß vom Körper umgesetzt werden. Dies braucht Zeit!

Eine Verschlechterung kurz nach der Einnahme ist kein schlechtes Zeichen und kann bedeuten, daß das Mittel richtig gewählt ist.

Abrechnung einer homöopathische Behandlung:

Die Abrechnung erfolgt nicht als normale Kassenleistung.

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